Das Aquaterrarium

Verfasst von Thomas am 16. November 2008 | 6 Kommentare
Kategorie(n): Haltung, Tagebuch

In den ersten 1 1/2 Monaten hat das Zuhause unserer zwei Schmuckschildkröten einige gravierende Änderungen durchgemacht. Das Aquarium hat die Maße 100*40*50 cm. Zu Beginn wurde ein aus Plexiglas angefertigter Landteil eingeklebt. Da wir die Cumberlands dummerweise an einem Samstag angeschafft hatten, galt es zunächst, den Sonntag zu überstehen, bevor am Montag die Geschäfte wieder öffneten. Also wurde kurzfristig Kies als Bodengrund verteilt, ein Steinaufbau aufgeschichtet und das Becken zur Hälfte gefüllt. Als Beleuchtung wurde eine Schreibtischlampe verwendet.Der Rest des Tages wurde dann mit Googeln, Staunen und Skepsis verbracht.

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Am Tag darauf war ich in einem Fachgeschäft in der Nähe und habe mich mit meinen Einkäufen der Grundversorgung genähert. Ein geeigneter Aquarienunterschrank, ein Heizstab mit digitaler Temperaturanzeige (100W), ein UV-Strahler (160W), Termometer und weiterer Kleinkram wurden im Handumdrehen “verbaut”. Den Filter hatte ich bereits zusammen mit dem Aquarium bekommen (total unbrauchbar, wie sich später herausstellen sollte). Nachwievor wirkte alles noch ziemlich nackt und ungemütlich.

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Der Landteil wurde mit Sikikon eingeklebt und stand auf Stelzen. Um Gewicht zu sparen, befüllte ich ihn bis zum Rand mit einem Mix aus Kies und Kokos-Chips, die man eigentlich für Terrarien verwendet. Der Wasserstand wurde nach der Fertigstellung des Landteils bis zur Oberkante angehoben. Ein großer Fehler, denn leider war der Landteil nicht wasserdicht… kurz darauf wurde außerdem klar, dass Kokos-Chips keineswegs mit Wasser verwendet werden sollten:

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Also wurde alles wieder entfernt, abgedichtet, neu befüllt und wieder in Betrieb genommen. Bei dieser Gelegenheit wurde dann auch gleich der Bodengrund des Aquariums ausgetaucht. Der scharfkantige Kies musste gewaschenem Sand weichen.

Unzureichend war auch die Originalabdeckung des Aquariums. Es bot zwei Neonröhren Platz und war nur einige Zentimeter hoch. Das war natürlich unzureichend. Ich habe daraufhin eine eigene Abdeckung aus Holz gebaut, um sowohl die Normal- als auch die UV-Leuchte passend anbringen zu können. Nachdem noch ein paar Pflanzen eingesetzt wurden, sah es sofort deutlich freundlicher aus. Ich habe auch den Steinaufbau herausgenommen und stattdessen kräftige Wurzeln eingesetzt. In einem Forum erzählte man mir, dies sei ungefährlicher für die Schildkröten, da Steine den Panzer der Tiere verletzen könnten. Als Filter verwende ich nun einen Eheim Aquaball 2210 mit Upgrade-Kit.

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Alles in Allem war ich nicht sehr glücklich mit diesem Becken. Den Tieren schien es zwar gut zu gehen, aber ich wusste, dass noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden waren. Ich habe mich daraufhin ans Zeichenbrett gesetzt und schließlich bei einer Wochenendaktion mit meinem Vater einen neuen Überbau gezaubert:

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Der Aufbau wurde so gebaut, dass sich der Landteil neben dem Aquarium befindet. So kann das Becken vollständig gefüllt werden und bietet dann den Cumberlands nicht nur 90, sondern ganze 200 Liter Schwimmvolumen. Der Landteil fasst derzeit 13 Liter, soll aber später durch ein größeres Gefäß ersetzt werden, für den Fall, dass mal geschlechtsreife Weibchen anwesend sind.

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Außer den beiden Cumberland-Schmuckschildkröten befinden sich in diesem Becken noch 9 Neons, 2 goldene Siamnesische Saugschmerlen, ein paar Schnecken und ca. 10 Amano-Garnelen.

Für die nächste Zeit sollte diese Umgebung nun erstmal eine ausreichende Größe haben. Fertig bin ich allerdings noch immer nicht. Als Nächstes steht die Innenverkleidung des Überbaus an, da Laminat mit Buche-Optik in der Natur nicht allzu häufig vorkommt. :-)

(hier gehts zum 2. Teil)


  • Robert Schwenk-Schäfer said,

    Leben noch alle Fische und Pflanzen? Der Versuch wurde von meinem eher als Leckerli betrachtet und terminiert. Die Pflanzen wurden immer abgenagt, genau über den Wurzeln.

    Wie klappt es mit dem Filter?

  • Thomas said,

    Mittlerweile habe ich die beiden Welse wieder (meinem Vater) zurückgegeben, da sie Unmengen an Schmutz durch ihre Ausscheidungen produziert haben. Die anderen Fische sind wohlauf. Die Schildkröten zeigen an ihnen und den ca. 10 Garnelen keinerlei Interesse.
    Die Pflanzen wurden bisher nur heraus gerissen oder knapp über dem Boden abgeknippst. Gefressen wurde nur ein sehr geringer Teil. Ich bin mittlerweile auf schnellwachsende Pflanzen umgestiegen, die in Büscheln zusammengebunden und dann mit Saugnäpfen an der Scheibe befestigt werden. Sie bieten somit Schutz und eine Art Flachwasserbereich. Desweiteren habe ich den Pflanzenanteil nochmal aufgestockt, als die Schildkröten in die Winterstarre übergingen. So hatten die Pflanzen Gelegenheit, am Boden Wurzeln zu bilden. Jetzt, nach der Winterstarre, sind die Schildkröten noch sehr ruhig und lassen die Pflanzen in Ruhe. Die Zeit wird zeigen, ob das so bleibt…

    Der Eheim-Filter tut seinen Dienst. Da ich allerdings skeptisch war, ob das auch so bleibt, wenn die Schildkröten weiter wachsen, habe ich während der Winterstarre einen Hamburger Mattenfilter in der rechten hinteren Ecke gebastelt. Derzeit laufen beide Filter im Parallelbetrieb bis der HMF vernünftig eingelaufen ist. Danach fliegt der Eheim raus. Muss aber nochmals betonen, dass ich bisher keine Probleme damit hatte.

    In den nächsten Tagen folgen noch Bilder vom neuen Becken und vom überarbeiteten Landteil.

    mfg,
    Thomas

  • Daniel Reif said,

    hi,dass mit dem Rahmen gefällt mir ganz gut… Nur wie ist dass mit dem Holz und der feuchtigkeit im Becken? würdest du da von Spanplatten abraten.. oder das Holz bearbeiten? lack auftragen?

  • Thomas said,

    Hallo Daniel!

    Ich war am Anfang auch etwas skeptisch, was Feuchtigkeit angeht. Hat sich aber mittlerweile alles in Luft aufgelöst. Wenn der Ausströmer der Pumpe richtig positioniert wird, gelangt kein Wasser ans Holz. Allenfalls die Schildkröten plätschern mal ein wenig beim Sprung vom Landteil. Die Luftfeuchtigkeit macht sich ebenfalls am Holz nicht bemerkbar.
    Zum Holz: Als Rück- und Seitenwände habe ich Laminat verwendet, die obere Abdeckung besteht aus einer Spanplatte, allerdings als Buche-Nachbildung beschichtet (aus dem Baumarkt). Den gesamten Rahmen habe ich mit einer “Tür- und Fensterlasur” in Buche gestrichen. Diese Farbe ist für drinnen und draußen geeignet, daher auch beständig gegen Wasser und andere Witterungseinflüsse.

    Abschließend kann ich nun, nach ca. einem 1/4 Jahr, nur sagen, dass ich vermutlich beim nächsten Mal genauso machen werden… nur viel größer. :-)

    Gruß,
    Thomas

  • Daniel Reif said,

    Hi Thomas, bin auch gerade dabei mir nen Rahmen zu Basteln ;) … finde dies alls beste Lösung… wenns fertig ist,stell ich mal ein Bild online…

    mit freundlichen Grüßen
    Daniel Reif

  • Die Rotwangenschildkröte als Haustier | Meine Haustiere said,

    [...] auf dem auch mehrere Tiere Platz haben und lässt ein wenig Raum ohne Wärmequelle. Im Aquaterrarium sind sie besonders anfällig für geschwollene Augenlider, was entweder an verschmutztem [...]

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